Montag, 7. Dezember 2015

Dezember 7 Montag Meerkatzen

Wie üblich frühstücke ich im Garten. Früh, so gegen 7 Uhr. Die Sonne ist noch nicht da. Es ist kühl, wolkig, angenehm. Doch irgendwie (hier passt das Wort) fühle ich mich beobachtet. Da bewegt sich etwas in den Bäumen, inzwischen kann ich zwischen windbewegen Blättern und außergewöhnlichem Blätterrauschen unterscheiden. Ich bin alarmiert, hole meine Kamera. Ich weiß, dass es die Grünen Meerkatzen auf die reifenden Mangos und die reifen Litschis abgesehen haben.

Zwischen diese Bäumen (hell  markiert) sehe ich Mutter mit Kind

Geduld, das ist nicht nur die Stärke der Äffchen, sondern ich habe auch keine Termine. Also schauen wir uns gegenseitig zu. Durch mehrere Fehlversuche bin ich jetzt besser vorbereitet, um die Monkeys auf den Foto-Chip zu bannen. Teleobjektiv, klar, hohe ISO und mindestens 500stel Verschluss.






Hier das Ergebnis.
Die Affen, sie kommen immer in einer Gruppe, wollen natürlich auch „frühstücken“. Dass der Mensch (ich) das nicht so toll finde, wenn die mir meine Früchte räubern, wissen sie auch. Sind deshalb scheu und immer auf der Flucht, wenn ich mich bewege.



Nachdem ich ein paar gute Bilder im Kasten habe, höre ich den Boss, wahrscheinlich der Anführer, wie er sich laut bemerkbar macht: Keck, Keck, Keck … schimpft er. Ich hin und finde ihn oben auf einem Nicht-Obstbaum. Er beschimpft mich und den Hund, der das Grundstück bewacht. Und während ich ihm zuschaue, er richtet sich auch auf (!), haben die kleineren, jüngeren, die Mütter Gelegenheit im Litschi-Baum zu ernten. Clever. Ablenkungsmanöver, auf das der Hund immer wieder reinfällt, und ich finde mich nicht überlistet, denn mir sind Fotos von der Meerkatzen wichtiger als die Früchte, die ich ohnehin nicht alle selbst essen kann.





Nach so viel Grün nun eine Blume in Blau? Violett? Fliederfarbe - würde mein Schwester sagen.


Sonntag, 6. Dezember 2015

Nikolaustag 2ter Advent

Die Nacht brachte wieder Regen. Kommt das schöne Sommerwetter zurück?

Bei meiner morgendlichen Runde durch den Garten sehe ich Regentropfen wie Perlen leuchten.




 
Und hier die Immer-wieder-Blüher in Pink.

Samstag, 5. Dezember 2015

Dezember 5 Samstag - Avocado

Was bietet der Obstgarten in diesen dürren Tagen. Ein Baum zeigt Früchte, die zur langsamen Ernte einladen: AVOCADO

Sie hängen im Baum wie die sprichwörtlichen Trauben, ganz große Trauben, und nicht mal zu hoch oder zu sauer. Avocado sind besondere Früchte. Vor allem - gesund und deshalb teuer in deutschen Bioläden. Hier pflücke ich sie reif. Reif? Avocado reifen nicht am Baum!

Avocado fruits ripen after picking, thus they will remain hard while in the tree. Mature or fully developed fruits will ripen evenly, the flesh acquires a smooth buttery texture and the skin shows no sign of shriveling.
Store the fruit at room temperature until it ripens. If the fruit ripens within 8 – 10 days and shows no sign of shriveling, the fruit is considered mature.
In harvesting, the fruit should be cut off and not pulled from the tree. *
*(Quote Avocado Production Guide FSG 88)


Nun noch das obligatorische Blumenbild vom Tage. Es ist schon spät, die Sonne hinter dem Berg. Wie wäre es heute mit der Blüte, die wir als Strelitzie kennen. Gezüchtet für die Vase als Kranichschnabel. Nur in meinem Garten ist diese Blüte in einer Höhe von 6 bis 8 Metern zu sehen.
Also bringe ich das Teleobjektiv in Anschlag. Eine wenig mit Photoshop dran schrauben und schon wird die Blüte deutlich sichtbar. Doch welch eine Überraschung. Erst in der Vergrößerung sehe ich, wie ein schillernd bunter Vogel dort Nektar saugt. Ein Nektarvogel  (SUNBIRD männlich). Ein Zufallstreffer. Wenn ich mich sonst anschleiche, fliegen die Kleinen sofort davon. Heute habe ich einen von ihnen erwischt.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Dezember 4 Freitag

Nachtrag zum toten Eisvogel am Mittwoch

Es ist schwerlich eine Parallele zwischen einem toten Eisvogel und 1000 toten Hühnern in der Gegend herzustellen. Trotzdem schreckt mich die Meldung in der Zeitung auf. Am gleichen Tag fallen Hühner tot um. Für die Reporter klarer Fall: Die Hitzewelle hat sie getötet.
Für mich ist die Meldung deswegen aufschlussreich, weil Temperaturen von 40 bis 42 Grad C gemessen wurden. So eben auch bei mir rund ums Haus.


 

Die Hühner, von denen hier die Rede ist, werden nicht in ungesunden Lagerhallen oder Legebatterien gemästet, sondern laufen ziemlich frei herum. Rund ums Haus, in Hof und Garten. Diese Tierhaltung ist Teil der Subsistenzwirtschaft, mit der sich geschäftstüchtige Familien ein Einkommen sichern. Auch sie beklagen, dass Wasser knapp ist. Der Strom wird demnächst auch rationiert, weil die Reservoirs für die Wasserkraftwerke trocken gefallen sind.



Würde ich die zum Teil verlogenen Berichte und Diskussionen in Deutschland zum Klimagipfel in Paris als News Junkie verfolgen, hier würde mich die Wut packen. Und was sagen die Diktatoren aus Afrika, die am Gipfel teilnehmen? Wortführer ist, wie schon oft, Robert Mugabe aus Zimbabwe (gleich um die Ecke).  Er und seine Kollegen beschimpfen den Norden, die Industrienationen wegen ihrer kolonialistischen Forderungen, die Länder Afrikas sollen ihren CO2-Ausstoß ebenfalls reduzieren. Wäre er nicht so ein Despot, könnte man ihm Recht geben. In meiner Nachbarschaft, auf einem Grundstück 200 Meter weiter entlang der Straße, wird gerade ein Hektar Buschland abgefackelt. Hier soll demnächst ein Neubau hochgezogen werden. Brandrodung ist ein hier im Land übliches Verfahren. Es ist zwar verboten, aber alte Gewohnheiten, seit Jahrhunderten überliefert, überdauern. Ob dieses offensichtliche Freisetzen von CO2 als Argument für Carbon Footprints in Swaziland geeignet ist, mit dem Finger aus Afrika zu zeigen, halte ich für Augenwischerei der eigentlichen Verursacher die Klimakatastrophe. Hautnah spüre ich es hier.

 Die Nacht über hat es geregnet. Am Morgen sehe ich diese Regenschönheit

Dezember 3 Donnerstag



 

In der Nacht hat es geregnet. Abkühlung. Ich kann durchatmen beim Frühsport. Die Luft ist klar, am Morgen um 6 Uhr. Doch, da ist sie schon, die Sonne. Und gleich zaubert sie Lichtspiele, die ich unbedingt festhalten möchte.





Mittwoch, 2. Dezember 2015

Dezember 2 Mittwoch


 



Die Hitze macht uns allen zu schaffen. Eine Temperatur von 42 Grad C (natürlich im Schatten gemessen) lähmt geplante Aktivitäten. Ich aber habe mich in der Hauptstadt Mbabane verabredet. Geschäftlich, endlich ein Termin. Den kann ich nicht schlabbern.

Doch bevor ich die Wohnung verlassen, sehe ich einen kleinen Vogel am Eingang liegen. Unverkennbar ein Kingfisher (in Deutschland Eisvogel genannt). Tot. Vom Himmel gefallen. Der Vogel zeigt keinerlei Verletzungen. Kann es sein, dass ein Vogel – einer der an Flüssen und Seen lebt, die aber jetzt ausgetrocknet sind  – den Hitzetod  stirbt? Ein Vergleich mit den Geschichten, dass in Europa Vögel von Himmel fallen, wenn die Temperaturen auf minus 30 Grad sinken. Diese Gedanken gehen mir durch den Kopf als ich diesen schönen farbigen Jungvogel fotografiere und be-erdige.


In meinem Bestimmungsbuch hat er den Namen Malachite Kingfisher


 

Und nun noch die Blume des Tages: Auf der Wiese vor dem Haus leuchtet sie Gelb im trockenen Gras ….
 

Dienstag, 1. Dezember 2015

Connected verbunden per WIFI

Heute ist es soweit. Ich muss keine Internet Cafes mehr suchen. Mein Laptop ist daheim an das Netzwerk angeschlossen. Die Telecom-Techniker brachten das Modem, den Router. Daumen hoch!

 
 
Weil ich aber noch mein schönstes Blumenfoto online stellen möchte, schaue ich mich im Garten um. Da gibt's nicht mehr viel.
 


Oben, am 6. November aufgenommen. Üppige Pracht. Seit Tagen werde ich traurig, wenn ich diesen Busch sehe, wie er langsam vertrocknet. Doch vieles, wie diese wunderschöne Bougainvillea, wird nicht mehr zu retten sein. Heute habe ich das Vergleichsfoto aufgenommen. Wo im Garten soll ich gießen, um Schlimmeres zu verhindern? Hier, auch hier kann nur der Große Regen helfen.
 


Im Garten muss ich inzwischen längere Zeit suchen, um noch schöne Blüten zu finden.
Die Hibiscus Sträucher schwächeln auch.