Donnerstag, 19. Oktober 2017

Frühkonferenz


Wichtiges Gespräch mit Jabu. Treffen in der Galerie BAHLE in der Stadt. Spätes Frühstück auf der Terrasse.

Kleine Lektion über die traditionellen Familienbande in der swasiländischen Gesellschaft. Das asymmetrische Verhalten auch bei den westlich ausgebildeten Eliten im Land. Ein Diskurs darüber, warum sich nichts grundsätzlich ändern wird, in kurzer Zeit. Die Parole des Königs, das Land bis zum Jahr 2022 in den Zustand der Ersten Welt zu transformieren, wird als Marketing Slogan angenommen. Doch eine Veränderung ist in so kurzer Zeit nicht zu erwarten. Wenn überhaupt wünschenswert, dann dauert dieser Übergang noch Generationen.

Ich merke diese Diskrepanz zwischen Moderne und Tradition täglich. Allerdings muss ich mich immer wieder davor hüten, diese Entwicklung (oder Nicht-Entwicklung) zu bewerten. Mein Vogel „Frührufer“ (aus der Familie der Rotkehlchen) holt mich immer wieder zurück in die Wirklichkeit, wenn ich mir beim Frühstück im Garten meinen Tagesplan zurechtlege. „Du bist hier Gast im Land. Du hast es schon mal versucht etwas zu ändern. Was ist davon geblieben? Nichts!“ … zwitschert mir der Vogel zu.

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