Mittwoch, 11. Oktober 2017

Vogelstimmen


Ich sitze auf der Veranda und frühstücke. Was erzählen sich die beiden Vögel im Garten so deutlich hörbar? Unterschiedliche Tonfolgen, wenn ich genau hinhöre. Die Länge der Kadenz ist begrenzt, vielleicht, weil der Atem nur so lange reicht. Triller und Höhen variieren,

Eine Form der „Sprache“, der Kommunikation, Wechselrede zwischen dem Vogel, der direkt vor mir auf dem Baum sitzt und dem „Gesprächspartner“ in etwa 30 m Entfernung. Eine angenehme Stimmlage, kein Gesang, wie so oft bei Vögeln gedeutet. Dieser Vogel singt nicht zur Freude, kein lustvoller Gesang. Ich vermute er etwas zu sagen, etwas mitzuteilen.

So könnte ich weiter zuhören. Könnte ich Noten schreiben, ich wäre lange gebunden und könnte Unterschiede notieren. Doch so bleibt mir nur die morgendliche Freude, die Stille, die Schönheit, Rousseau lässt grüßen. Da meldet sich der Specht. Ohne Stimme, sondern mit seinem tok - tok tok tok. Mit dem Schnabel hämmert er auf den Ast vor ihm.  Das Klopfen klingt, je nach Resonanzboden, unterschiedlich laut, immer der gleiche Rhythmus.   

Doch schon holt mich der Alltag wieder ein. Auch ich habe Termine, deshalb bin ich ja zurück in Ezulwini.

... und so endet der Tag ohne Vogelstimmen. Es wird einfach dunkel.

PS
PS
Ich habe mal nachgeschaut. Der Vogel hat hier den englischen Namen ROBIN. Im deutschen gibt es mehrere Varianten: Rotkehlchen, Drossel, Heckensaenger, etc. Ich muss noch den passenden Namen finden.
 

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