Montag, 20. November 2017

VISION 2022

Ein paar Fotos von meinem gestrigen Ausflug auf den Berg.






Vision 2022

Zweifellos gehöre ich zur ökonomischen Elite des Landes hier im Königreich. Vielen anderen Bewohnern geht es noch besser, der Mehrheit in Swasiland  aber geht es schlechter,  geht es ganz schlecht. Eine Mittelschicht fehlt.

Die berühmte Schere geht immer weiter auseinander, hier wie in Deutschland, wie überall auf dieser Erde. Eine Folge der Globalisierung. Seit 1967 bereise ich, erkunde, erfahre, beobachte ich Afrika. Die oben beschriebenen Veränderungen erlebe ich hautnah. Ich bin Teil dieses Systems, ohne mir Vorwürfe zu machen. In den 50 Jahren hat sich viel verändert. Darüber schreiben kluge Leute dicke Bücher – analytisch oder polemisch. Die ewig Gestrigen, der ohnmächtige Kritiker dieser Entwicklung, Afrikaner wie Europäer, nennt den Kolonialismus als Ursache für die Fehlentwicklung auf dem Kontinent.

Diese Einleitung will ich loswerden, wenn ich das Foto von der Megainvestition in Swasiland zeige: Kongresszentrum und Luxushotel. Dieses sogenannte Entwicklungsprojekt entsteht gleich in meiner Nachbarschaft in Ezulwini.

Zur turnusgemäßen Hauptversammlung der African Union (AU), wenn sich die Staatsoberhäupter der ca. 50 afrikanischen Staaten mit Entourage in Swasiland treffen werden, muss ein genauso außergewöhnlich teurer Gipfel aufgeschüttet werden, wie bei den Gipfeltreffen in Europa. Der König hat erklärt, er verfügt: „Im Jahr 2022 müssen wir den Sprung geschafft haben! Dann ist Swasiland Teil der Ersten Welt!“
 Er nennt es VISION 2022.

 

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